Best Practice
Gemeindeübergreifendes Bikesharing-Netz in der Region Thun betrieben durch die öffentliche Hand

Pilotprojekt hybrides Bikesharing-System in der Stadt Lausanne
Pilotprojekt hybrides Bikesharing-System in der Stadt Lausanne

Die Stadt Thun bietet gemeinsam mit den Gemeinden Steffisburg und Hilterfingen ein Bikesharing-Angebot an, mit insgesamt 38 Stationen und einer Flotte von 160 Velos und 60 E-Bikes. Die erste Einführung des Bikesharings, damals noch mit dem System Velospot, erfolgte 2014. Im Jahr 2020 wurde ein Systemwechsel zu Donkey Republic gemacht. Die Ausleihe funktioniert bedienungsfreundlich per App.

Pilotprojekt hybrides Bikesharing-System in der Stadt Lausanne
Pilotprojekt hybrides Bikesharing-System in der Stadt Lausanne
Handlungsfeld

Partnerschaftsmodelle und Finanzierung


Kanton

Bern


Betroffene Gebietskörperschaft

Stadt Thun, Gemeinde Steffisburg, Gemeinde Hilterfingen


Raumtyp

städtisch


Gemeindegrösse

> 20'000 Einwohner:innen


Angebotssegment

Stationsbasiertes Bikesharing


Gemeindeübergreifendes Bikesharing-Netz in der Region Thun betrieben durch die öffentliche Hand

Die Stadt Thun bietet gemeinsam mit den Gemeinden Steffisburg und Hilterfingen ein Bikesharing-Angebot an, mit insgesamt 38 Stationen und einer Flotte von 160 Velos und 60 E-Bikes. Die erste Einführung des Bikesharings, damals noch mit dem System Velospot, erfolgte 2014. Im Jahr 2020 wurde ein Systemwechsel zu Donkey Republic gemacht. Die Gründe waren hauptsächlich technischer Natur, um die spontane Nutzung zu erleichtern (keine Karte nötig mehr, Öffnung per App) und um den Anteil an e-Bikes zu erhöhen. Die Ausleihe funktioniert bedienungsfreundlich per App.



Vorgehen und Massnahmen

Aktuell betreiben die Gemeinden Hilterfingen, Steffisburg und die Stadt Thun das Bikesharing-Angebot in gemeindeübergreifender Zusammenarbeit (zusätzlich auch für die Gemeinde Oberhofen). Der laufende Betrieb und die Koordination des Bikesharingsystems läuft über die Stadt Thun (im Auftrag aller drei beteiligten Gemeinden). Sie ist damit Betreiberin und auch Eigentümerin der Flotte sowie verantwortlich für den Betrieb des Flottenmanagements , über die lokale Velostation.


Das System von Donkey Republic läuft zu grossen Teilen digital ab. Die Standorte können via digitaler Karte im Donkey-Dashboard selbständig eröffnet, adaptiert und geschlossen werden. Das E-Bike ist ein Modell von Donkey. Zudem wurden etwa 100 Velos von Velospot beim Systemwechsel in die Donkey-Flotte übernommen.


Für Privatpersonen gibt es verschiedene Mitgliedschaften, um von günstigeren Konditionen zu profitieren (z. B. das Jahresabo für 60 CHF beinhaltet jeweils die ersten 15 Minuten E-Bike- bzw. 30 Minuten Velofahrt gratis). Für Unternehmen gibt es Rabatte auf die Mitarbeitendenabos. Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, auf dem Firmengelände einen eigenen Standort zu errichten und so die nachhaltige Mobilität im Unternehmen zusätzlich zu fördern.



Ergebnisse und Wirkung

Das System ist sehr einfach in der Bedienung und funktioniert einwandfrei. Dadurch, dass wenig Infrastruktur notwendig ist (z. B. Einrichtung von Stationen) ist es vergleichsweise kostengünstig. Donkey Republic überzeugt durch eine intuitive Bedienung über die App für die Nutzenden.

Wer nutzt es? Aufgrund der getätigten Fahrten beobachtet man, dass zwei Drittel durch Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Thun (vor allem auch Arbeitsverkehr sowie Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Schulen) zurückgelegt werden. Ein Drittel sind Touristen.

Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden Hilterfingen und Steffisburg läuft seit Anfang 2024 in institutionalisierter, gemeindeübergreifender Form. Die Gemeinde Oberhofen beteiligt sich mit einer Station am System. Als Betreiberin bleibt die Stadt Thun offen für den Anschluss weiterer Gemeinden. Konkrete Ausbauschritte sind aber nicht in Planung.



Erfahrungen

Erfolgsfaktoren

  • Einfach bedienbares System für die Stadt
  • Hochwertige Velos
  • Gute Zusammenarbeit mit dem Flottenmanagement (Velostation der Stadt Thun) und hohe Professionalität im Unterhalt und Betrieb
  • Einfacher Zugang bei der Erstnutzung (App installieren, Zahlungsmittel hinterlegen, Velo auswählen, losfahren)
  • Politischer Willevorhanden


Hemmnisse

Für den weiteren regionalen Ausbau: Eine Erweiterung des Bikesharing-Netzes in weitere Gemeinden wäre aus NutzerInnensicht interessant, aber die Umsetzung ist jedoch mit einem erheblichen Anstieg der Kosten und des Aufwands verbunden.



Finanzierung und Kosten

Die Kosten für die Betriebs-, die System- und Investitionskosten des Bikesharings werden einerseits durch die Stadt Thun und die Gemeinden Steffisburg und Hilterfingen finanziert sowie durch Einnahmen der Ausleihen und Abonnemente. Weitere Einnahmequellen sind Sponsoring von Unternehmen und Verbänden.

Für weitere Informationen zu den Kosten und dem Preismodell oder zu den Rahmenbedingungen können Sie Kontakt aufnehmen.



Kontaktangaben

Christine Nygren 

Projektleiterin Umwelt Energie Mobilität, Stadt Thun 

christine.nygren@thun.ch 

033 225 86 51



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